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OFFENER BRIEF AN G20

- Peter Spiegel

- Franz Alt
Im Rahmen der Social Business Kampagne "SOCIAL BUSINESS: ANOTHER WALL TO FALL" organisierte das GENISIS Institute im Vorfeld des Weltfinanzgipfels in London am 2. April 2009 den Versand eines Offenen Briefes an die Staatschefs und Finanzminister der G20-Länder. In dem von Peter Spiegel (GENISIS Institute) und Franz Alt (Sonnenseite) initiierten Schreiben hat ein Kreis von prominenten Erstunterzeichnern die Regierungen aufgefordert, völlig neue Wege aus der derzeitigen Weltfinanz- und Weltwirtschaftskrise einzuschlagen. Konkret wurden zwei Maßnahmen vorgeschlagen, die bereits internationale Resonanz gefunden haben:
Global Marshall Plan für weltweit flächendeckende Kleinkreditsysteme. Die G20-Staaten sollten einen gemeinsamen Fonds auflegen, in den in den nächsten drei Jahren jeweils 10 Milliarden US-Dollar fließen. Diese Gelder sollten ausschließlich dafür eingesetzt werden, um flächendeckend in allen Armutsregionen der Welt, in denen noch nicht genügend Kleinkreditorganisationen vorhanden sind, solche aufzubauen. Nach den Erfahrungen der Grameen Bank und anderer ähnlicher Einrichtungen genügen 3 Millionen US-Dollar, um ein neues Kleinkreditsystem in einer Region zu etablieren, das dann in der Regel nach drei Jahren selbsttragend ist. Mit 30 Milliarden US-Dollar können binnen drei Jahren 10.000 neue Kleinkreditsysteme gestartet werden. Damit kann in wenigen Jahren eine flächendeckende Versorgung der Ärmsten der Welt mit Kleinkrediten sichergestellt und damit eine bereits 130-millionenfach erprobte Perspektive des Auswegs aus der Armutsfalle gemeinsam geschaffen werden.
10-Prozent-Bindung an Investitionen in Social Business. Derzeit entstehen weltweit immer mehr Unternehmen und Joint Ventures, deren Mission ausschließlich in der Lösung der dringlichsten gesellschaftlichen Probleme wie Versorgung mit nachhaltiger Energie, Zugang zu sauberem Wasser etc. liegt. Muhammad Yunus nennt dies „Social Business“ und stellte beim World Economic Forum 2009 in Davos die Forderung, dass mindestens 10 Prozent aller Sondermaßnahmen im Rahmen der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise an Investitionen in solche Social Businesses gebunden sein sollten. Dieser Empfehlung schließen sich die Unterzeichner des Offenen Briefes nachdrücklich an. Immer mehr Social Businesses entwickeln sich gerade auch im ökologischen Sektor wie beispielsweise Grameen Shakti. Dieses hat bisher 160.000 Solaranlagen in Armutshaushalten in Bangladesh installiert und bis 2012 sollen es bereits 7 Millionen sein. Social Business ist somit auch für die dringend notwendige ökologische Wende ein höchst attraktiver Ansatz.
Den genauen Wortlaut des Offenen Briefes finden Sie hier.

